Onlineshop Kosten: Was ein professioneller Shop realistisch kostet
Ein professioneller Onlineshop startet realistisch bei etwa 2.500 bis 4.000 Euro für ein solides Grundgerüst. Umfangreichere Projekte mit individuellem Design, vielen Produkten oder speziellen Funktionen liegen oft deutlich darüber. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Wartung und Zahlungsgebühren.
Realistische Preisspanne im Überblick
Die Preisspanne bei Onlineshops ist groß, weil der Aufwand so unterschiedlich sein kann. Ein schlanker Shop mit überschaubarer Produktanzahl, Standard-Design und den wichtigsten Funktionen bewegt sich meist zwischen 2.500 und 4.000 Euro. Sobald individuelles Design, viele Produktvarianten, Schnittstellen zu Warenwirtschaft oder Versanddienstleistern und aufwendige Produktdatenpflege dazukommen, landen Projekte häufig im Bereich von 6.000 bis 12.000 Euro oder darüber. Komplexe B2B-Shops mit Staffelpreisen, Kundenfreigaben oder mehrsprachigem Aufbau können diesen Rahmen noch einmal sprengen. Wichtig ist: Diese Zahlen sind eine Orientierung, kein Fixpreis – erst ein klar definierter Funktionsumfang macht ein konkretes Angebot möglich. Deshalb lohnt es sich, vor der ersten Anfrage grob zu skizzieren, wie viele Produkte geplant sind und welche Funktionen wirklich gebraucht werden.
Was den Preis am stärksten beeinflusst
Der größte Preistreiber ist meist die Anzahl und Komplexität der Produkte. Zehn Produkte mit einfachen Beschreibungen sind schnell eingepflegt, tausend Produkte mit Varianten, Größentabellen und individuellen Bildern bedeuten deutlich mehr Aufwand. Dazu kommen der Grad an individuellem Design gegenüber einer schlanken Standardlösung, gewünschte Zahlungsanbieter und deren Einrichtung, Schnittstellen zu Lagerverwaltung oder Buchhaltung, sowie der Umfang an Produkttexten und Fotos, die entweder vorhanden sind oder erst erstellt werden müssen. Auch mehrsprachige Shops oder spezielle Anforderungen wie Staffelpreise für Firmenkund:innen erhöhen den Aufwand spürbar. Wer diese Punkte vor der Anfrage grob durchdenkt, bekommt schneller ein realistisches Angebot statt einer groben Schätzung ins Blaue.
Einmalige vs. laufende Kosten
Einmalige Kosten fallen für Konzept, Design, technische Einrichtung und die erste Produktdatenpflege an. Laufende Kosten begleiten den Shop danach dauerhaft und werden in der Budgetplanung oft unterschätzt.
- Hosting: Serverleistung für einen Shop mit Zahlungsabwicklung, meist höher als bei einer reinen Informationswebsite.
- Wartung: Updates von Shopsystem, Plugins und Sicherheitspatches, damit der Shop stabil und geschützt bleibt.
- Zahlungsanbieter-Gebühren: Prozentuale oder fixe Gebühren pro Transaktion, abhängig vom gewählten Anbieter.
- Marketing: Laufende Sichtbarkeit über SEO, Social Media oder Anzeigen, um Besucher:innen in den Shop zu bringen.

Kostenunterschiede je nach Shopsystem
WooCommerce als WordPress-Plugin hat keine eigenen Lizenzgebühren, dafür übernimmst du selbst Hosting und Wartung oder lässt sie extern betreuen – die genauen Zahlen dazu findest du im Artikel zu WooCommerce Shop Kosten. Shopify läuft dagegen über ein monatliches Abo-Modell mit gestaffelten Paketen, dafür sind Hosting und ein Teil der Wartung bereits inkludiert. Baukastensysteme liegen bei den laufenden Kosten oft niedriger, stoßen aber schneller an Grenzen bei individuellen Anforderungen wie Staffelpreisen oder komplexen Produktvarianten. Welches System sich lohnt, hängt stark davon ab, wie viel Kontrolle und Individualität du langfristig brauchst.
Woran nicht gespart werden sollte
Bei drei Punkten zahlt sich Sparen selten aus: Sicherheit, Ladezeit und ein sauberer Checkout-Prozess. Ein Onlineshop verarbeitet Kundendaten und Zahlungen, weshalb regelmäßige Updates und ein SSL-Zertifikat Pflicht sind. Lange Ladezeiten kosten direkt Umsatz, weil ungeduldige Besucher:innen abspringen, bevor sie überhaupt ein Produkt gesehen haben. Und ein komplizierter Checkout mit zu vielen Schritten oder fehlenden Zahlungsoptionen führt zu Kaufabbrüchen, die sich mit etwas mehr Sorgfalt in der Planung von Anfang an vermeiden lassen.
Kalkuliere die laufenden Kosten für mindestens die ersten zwölf Monate mit ein, nicht nur die einmalige Einrichtung – so vermeidest du böse Überraschungen nach dem Launch.
Was du vor der Beauftragung wissen solltest, liest du im Artikel Onlineshop erstellen lassen.
Einen Überblick über Kosten für Websites generell gibt Website-Kosten 2025.
Fazit
Die Kosten für einen Onlineshop hängen fast vollständig vom Funktionsumfang ab – Produktanzahl, Individualität und gewünschte Schnittstellen bestimmen, ob ein Projekt bei 2.500 Euro oder deutlich höher startet. Wer diese Faktoren vorab klärt, bekommt ein realistisches Angebot statt einer groben Schätzung.
Wenn du deinen Funktionsumfang klären und ein realistisches Angebot bekommen möchtest, hilft dir BSC Webdesign, dein Team aus Wien bei der Einschätzung.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Onlineshop-Kosten kurz beantwortet.
Was kostet ein einfacher Onlineshop mindestens?
Ein schlanker Shop mit Standard-Design und wenigen Produkten startet meist ab etwa 2.500 Euro. Bei mehr Produkten, individuellem Design oder speziellen Funktionen steigt der Preis entsprechend.
Welche laufenden Kosten kommen nach dem Launch dazu?
Dazu zählen vor allem Hosting, Wartung, Zahlungsanbieter-Gebühren und laufendes Marketing. Diese Posten sollten von Anfang an in die Budgetplanung einfließen, nicht erst nach dem Launch.
Ist WooCommerce günstiger als Shopify?
WooCommerce hat keine Lizenzgebühren, dafür übernimmst du Hosting und Wartung selbst oder lässt sie betreuen. Shopify bündelt diese Kosten in einem monatlichen Abo. Welches System günstiger ist, hängt vom individuellen Aufwand ab.
Wie stark wirken sich viele Produkte auf den Preis aus?
Deutlich. Jedes Produkt mit eigenen Texten, Bildern und Varianten bedeutet zusätzlichen Aufwand bei der Einrichtung. Bei sehr großen Sortimenten lohnt sich oft eine teilautomatisierte Produktdatenpflege.
Lohnt sich ein günstiger Baukasten-Shop als Einstieg?
Für ein sehr kleines Sortiment kann ein Baukasten als Einstieg funktionieren. Sobald individuelle Anforderungen oder Wachstum dazukommen, stoßen Baukastensysteme aber schneller an ihre Grenzen als WooCommerce.
Wie lange dauert die Umsetzung eines Onlineshops?
Ein schlanker Shop lässt sich oft in vier bis sechs Wochen umsetzen. Bei umfangreicher Produktdatenpflege oder individuellen Schnittstellen kann sich die Umsetzung entsprechend verlängern.