Interne Verlinkung im Onlineshop: Kategorien und Produkte sinnvoll verbinden

Porträt von Tobias Berger, junger Mann mit lockigen Haaren und blauem BSC-Pulli, lächelnd in die Kamera blickend. von Tobias Berger / updated 07.08.2026 / 8 Min. Lesezeit

Eine gute interne Verlinkung hilft Google, alle Produkte zu finden, und Kund:innen, passende Alternativen zu entdecken – viele Shops verlassen sich dabei zu einseitig auf die reine Hauptnavigation. Wer Kategorien, Unterkategorien und Produkte gezielt querverlinkt, verbessert Auffindbarkeit und Nutzerführung gleichzeitig.

Wie verlinke ich Kategorien und Produkte in einem Onlineshop richtig? Am wichtigsten sind drei Ebenen: Kategorien verlinken zu ihren Unterkategorien, Produktseiten verlinken zurück zu ihrer Kategorie und zu verwandten Produkten, und eine Brotkrümelnavigation zeigt jederzeit, wo im Shop man sich gerade befindet.

1. Warum interne Verlinkung bei Onlineshops besonders wichtig ist

Ein Onlineshop hat oft hunderte oder tausende Einzelseiten – Kategorien, Unterkategorien und einzelne Produkte. Ohne eine durchdachte interne Verlinkung verlässt sich die gesamte Auffindbarkeit dieser Seiten auf die Hauptnavigation und die interne Suche. Das funktioniert für die wichtigsten Kategorien meist gut, lässt aber viele einzelne Produktseiten praktisch isoliert im Shop liegen – für Google schwerer zu finden und für Kund:innen schwerer zu entdecken.

Google folgt beim Crawlen eines Shops in erster Linie Links. Eine Produktseite, die nur über eine tief verschachtelte Kategorie oder gar nicht verlinkt erreichbar ist, wird seltener und unregelmäßiger gecrawlt als eine Seite, auf die von mehreren Stellen im Shop verwiesen wird. Für Kund:innen gilt ein ähnliches Prinzip: Wer eine Kategorie besucht, aber nicht zu passenden Alternativen oder Unterkategorien weitergeleitet wird, bricht die Produktsuche häufiger vorzeitig ab.

2. Kategorien und Unterkategorien sauber verlinken

Die Grundstruktur eines Shops sollte von der Startseite über Hauptkategorien zu Unterkategorien und schließlich zu einzelnen Produkten führen – und an jeder Ebene sichtbar zur nächsten und zur vorherigen Ebene verlinken. Eine Hauptkategorie wie „Damenschuhe“ sollte ihre Unterkategorien wie „Sneaker“, „Stiefel“ und „Sandalen“ sichtbar verlinken, statt Kund:innen durch hunderte Produkte auf einer einzigen Seite scrollen zu lassen.

Ebenso wichtig ist die Rückverlinkung: Eine Unterkategorie sollte klar erkennbar zur übergeordneten Hauptkategorie zurückführen, damit Besucher:innen jederzeit eine Ebene nach oben wechseln können, ohne über den Browser-Zurück-Button zu gehen. Als Faustregel gilt: Jede wichtige Seite im Shop sollte im Idealfall mit maximal drei Klicks von der Startseite aus erreichbar sein – je tiefer eine Seite vergraben ist, desto seltener wird sie besucht und gecrawlt.

Symbolbild für eine Website-Navigation mit mehreren verschachtelten Menüpunkten, wie sie auch für Kategorien und Unterkategorien im Onlineshop genutzt wird.
Eine klare Navigationsstruktur ist die Basis für sinnvolle interne Verlinkung im Onlineshop.

3. Verwandte Produkte querverlinken

Über die reine Kategorie-Hierarchie hinaus lohnt sich eine gezielte Querverlinkung zwischen thematisch verwandten Produkten – etwa „Kund:innen kauften auch“ oder „Passt dazu“-Module direkt auf der Produktseite. Diese Verlinkung erfüllt gleich zwei Zwecke: Sie hilft Kund:innen, passende Ergänzungen zu entdecken (Cross-Selling), und sie sorgt gleichzeitig dafür, dass Google zusätzliche Pfade zu weiteren Produktseiten findet, die sonst nur über die Kategorie erreichbar wären.

Auch innerhalb von Produktbeschreibungen selbst lässt sich sinnvoll verlinken: Ein Text, der ein bestimmtes Material, eine Passform oder eine Nutzungsart erwähnt, kann auf die passende Kategorie oder auf einen erklärenden Ratgeberartikel verweisen, statt diese Information isoliert stehen zu lassen. Wichtig ist dabei, echte inhaltliche Relevanz vor künstlicher Linkanzahl zu priorisieren – eine erzwungene Verlinkung zu thematisch entfernten Produkten wirkt für Kund:innen irritierend und bringt auch für Google keinen echten Mehrwert.

4. Brotkrümelnavigation als Orientierung

Eine Brotkrümelnavigation (Breadcrumb) zeigt oberhalb des eigentlichen Seiteninhalts den Pfad von der Startseite bis zur aktuellen Seite, zum Beispiel „Startseite > Damenschuhe > Sneaker > Produktname“. Sie gibt Besucher:innen jederzeit die Möglichkeit, eine oder mehrere Ebenen zurückzugehen, ohne die eigentliche Navigation erneut zu öffnen – besonders hilfreich bei tief verschachtelten Kategoriestrukturen.

Technisch bringt eine korrekt ausgezeichnete Brotkrümelnavigation zusätzlich einen möglichen Vorteil in den Suchergebnissen: Google kann die Breadcrumb-Struktur unter bestimmten Voraussetzungen direkt im Suchergebnis anzeigen, was die Klickrate positiv beeinflussen kann. Eine Garantie für diese Darstellung gibt es allerdings nicht – sie hängt von der korrekten technischen Auszeichnung und der jeweiligen Suchanfrage ab.

5. Sackgassen-Seiten vermeiden

Eine Sackgassen-Seite ist eine Produkt- oder Kategorieseite, die zwar erreichbar ist, aber selbst zu keiner weiteren relevanten Seite im Shop weiterführt – etwa eine Produktseite ohne Rückverlinkung zur Kategorie, ohne Cross-Selling-Modul und ohne Brotkrümelnavigation. Für Besucher:innen bedeutet das: Wer nicht sofort kauft, hat kaum eine natürliche Möglichkeit weiterzustöbern und verlässt den Shop eher, statt eine passende Alternative zu finden.

Auch ausverkaufte oder saisonal pausierte Produkte sollten nicht einfach unverlinkt im Shop verbleiben. Sinnvoller ist es, auf ähnliche verfügbare Produkte oder die übergeordnete Kategorie zu verweisen, statt Besucher:innen und Google an einer Seite ohne Ausweg enden zu lassen.

6. So setzen wir das bei BSC um

Bei BSC legen wir die Verlinkungsstruktur eines Shops schon in der Planungsphase fest, bevor die einzelnen Kategorie- und Produktseiten gestaltet werden – so ist von Anfang an klar, welche Seite auf welche andere verweist, statt Verlinkung nachträglich improvisieren zu müssen. Bei bestehenden Shops prüfen wir gezielt, welche Produktseiten aktuell nur über eine einzige, tief verschachtelte Route erreichbar sind, und ergänzen dort zusätzliche interne Links über Kategorien, Cross-Selling-Module oder passende Ratgeberinhalte.

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7. Checkliste: Interne Verlinkung im eigenen Shop prüfen

  • 1. Klick-Tiefe prüfen: Sind alle wichtigen Produkte in maximal drei Klicks von der Startseite erreichbar?
  • 2. Kategorien verlinkt: Verweisen Hauptkategorien sichtbar auf ihre Unterkategorien und umgekehrt?
  • 3. Cross-Selling vorhanden: Zeigen Produktseiten verwandte oder ergänzende Produkte an?
  • 4. Brotkrümel eingebaut: Ist auf Kategorie- und Produktseiten eine Brotkrümelnavigation sichtbar?
  • 5. Sackgassen identifiziert: Gibt es Produktseiten ohne Rückverlinkung oder Weiterführung?
  • 6. Ausverkaufte Produkte behandelt: Verweisen nicht mehr verfügbare Produkte auf Alternativen?

Fazit

Eine durchdachte interne Verlinkung ist im Onlineshop kein Nebenschauplatz, sondern eine der wirkungsvollsten und zugleich am einfachsten umsetzbaren SEO-Maßnahmen. Wer Kategorien sauber hierarchisch verlinkt, verwandte Produkte querverlinkt, eine Brotkrümelnavigation einbaut und Sackgassen-Seiten vermeidet, verbessert Auffindbarkeit für Google und Orientierung für Kund:innen gleichzeitig.

Nächster Schritt

Wenn du unsicher bist, wie deine Kategorien und Produkte aktuell miteinander verlinkt sind, schauen wir uns das gemeinsam an – mehr über unsere Arbeit erfährst du bei BSC Webdesign, dein Team aus Wien.

Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen rund um interne Verlinkung im Onlineshop kurz beantwortet.

Warum ist interne Verlinkung für Onlineshops besonders wichtig?

Onlineshops haben oft sehr viele Einzelseiten. Ohne gezielte interne Verlinkung sind viele Produktseiten nur schwer für Google auffindbar und für Kund:innen schwer zu entdecken.

Was ist eine Brotkrümelnavigation?

Eine Brotkrümelnavigation zeigt den Pfad von der Startseite bis zur aktuellen Seite an, zum Beispiel „Startseite > Kategorie > Unterkategorie > Produkt“, und erleichtert die Orientierung im Shop.

Wie verlinke ich verwandte Produkte sinnvoll?

Über Module wie „Kund:innen kauften auch“ oder „Passt dazu“ direkt auf der Produktseite – wichtig ist echte thematische Relevanz statt möglichst vieler Links.

Was ist eine Sackgassen-Seite?

Eine Seite, die selbst zu keiner weiteren relevanten Seite im Shop weiterführt – zum Beispiel eine Produktseite ohne Rückverlinkung zur Kategorie oder ohne Cross-Selling-Hinweise.

Wie viele Klicks von der Startseite sind ideal?

Als Faustregel gilt: Wichtige Seiten sollten mit maximal drei Klicks von der Startseite aus erreichbar sein. Je tiefer eine Seite vergraben ist, desto seltener wird sie gefunden und gecrawlt.

Porträt von Tobias Berger, junger Mann mit lockigen Haaren und blauem BSC-Pulli, lächelnd in die Kamera blickend.

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